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03.04.2025
Freudenberg Sealing Technologies gestaltet essenzielle Werkstoffe für extreme Anforderungen
Weinheim. Dichtungen sind ein essenzieller Bestandteil in zahlreichen Industriezweigen – von der Chemie- und Automobilbranche bis hin zur Medizintechnik. Dabei sind die Anforderungen an die eingesetzten Werkstoffe ebenso vielfältig wie die Anwendungen selbst: Chemische Beständigkeit, hohe mechanische Belastbarkeit, Temperaturresistenz und eine lange Lebensdauer sind dabei nur einige der kritischen Faktoren. In diesen vielfältigen Einsatzbereichen bildet die Erprobung neuer Dichtungs-Werkstoffe einen Schwerpunkt der Produktentwicklung bei Freudenberg Sealing Technologies. Das Unternehmen demonstriert, welche einzigartigen Entwicklungen möglich sind, wenn eine fundierte Materialforschung auf individuelle Kundenanforderungen trifft und nachhaltige Produkte vom Design bis zur Serienfertigung entstehen.
Exzellente Werkstoffe – Grundlage der materiellen Produktentwicklung
Die Qualität und Leistungsfähigkeit von Dichtungen hängen maßgeblich von der Wahl des richtigen Werkstoffs ab. Durch kontinuierliche Forschung und Entwicklung entstehen neue Materiallösungen, die eine noch höhere Beständigkeit und bessere Anpassung an spezifische Anwendungsfälle ermöglichen. Dabei ist die Entwicklung innovativer Werkstoffe für herausfordernde Einsatzbedingungen immer ein Gemeinschaftswerk: Bereits 2019 legte Freudenberg Sealing Technologies ein strategisches Programm auf, in dem sechs Tochterunternehmen gemeinsam an neuen Werkstoffen für extreme Einsatzbedingungen forschten. Durch die enge Zusammenarbeit von Forschung, Entwicklung und Produktion konnten innerhalb kurzer Zeit erhebliche Fortschritte erzielt werden. Dieses Zusammenspiel von technischer Expertise, Erfahrung und kreativer Ingenieurskunst ebnet den Weg auch für zukünftige bahnbrechende Materiallösungen.
Stresstest – wie bewähren sich Werkstoffe?
Zuerst kommt die Ingenieurskunst – dann kommt der Test: Neue industrielle Anwendungen erfordern neue Dichtungs-Werkstoffe und üblicherweise werden diese entwickelt, um selbst unter extremen Bedingungen und bei langen Wartungsintervallen zuverlässig zu funktionieren. Gleichzeitig wird mit innovativen Produktreihen die Effizienz und Sicherheit von Industrieanwendungen maximiert. Freudenberg Sealing Technologies hat ein hochmodernes Prüflabor in seine Fertigungsumgebung integriert, in dem die Haltbarkeit und Eignung neuer Dichtungsmaterialien in umfangreichen Testreihen auf die Probe gestellt wird. Diese Prüfverfahren simulieren reale Betriebsbedingungen im zeitlichen Verlauf und ermöglichen eine präzise Bewertung der Materialeigenschaften. Durch solche intensiven Testserien kann die Produkt-Performance validiert und gegebenenfalls optimiert werden.
Standard- und Hochleistungsdichtungen – der Einsatzort entscheidet
Die Einsatzgebiete von Dichtungen sind nahezu unbegrenzt. Ob in der Nahrungs- und Genussmittelindustrie, in Brennstoffzellen oder im Bereich der Energietechnik – die Anwendungsbereiche sind ebenso vielfältig, wie die zur Verfügung stehenden Werkstoffe und Werkstoff-Kombinationen. Für Anwendungen, bei denen moderate mechanische, chemische oder thermische Belastungen auftreten, steht eine Vielzahl langjährig bewährter Standarddichtungen bereit. Sie werden beispielsweise in der Wasserversorgung, im Maschinenbau oder in allgemeinen industriellen Anwendungen eingesetzt. Hochleistungsdichtungen hingegen werden dort benötigt, wo extreme Bedingungen herrschen. Sie finden Verwendung in der Luft- und Raumfahrt, der Chemieindustrie, im Bereich der Elektromobilität und in Hochtemperaturprozessen. Freudenberg Sealing Technologies bietet seinen Kunden eine Vielzahl an Werkstoffen, die extremen Temperaturen, aggressiven Chemikalien oder hohen Drücken dauerhaft standhalten.
Chemische Beständigkeit – Kerneigenschaft vieler Standard-Dichtungen
Eine der wichtigsten Anforderungen an Dichtungsmaterialien ist die chemische Beständigkeit. Je nach Einsatzbereich müssen Dichtungen aggressiven Fluiden wie Säuren, Ölen oder Lösungsmitteln standhalten. Die Wahl des richtigen Elastomers – beispielsweise Nitril-Kautschuk (NBR) oder Propylendien-Kautschuk (EPDM) – ist entscheidend für die Lebensdauer und Funktionalität der Dichtung.
Mechanische Beständigkeit – bei hohem Druck unerlässlich
Für Teile der Prozess-Industrie ist Polyetherketon (PEEK) ein nützlicher Dichtungs-Werkstoff. Er gehört zu den robusten Thermoplasten mit guten mechanischen Eigenschaften. PEEK bietet vielfältige Möglichkeiten, durch Füllstoffe – beispielsweise Glasfaser oder Kohlefaser – seine mechanischen Eigenschaften zu verändern und ist zudem auch im Spritzguss zu verarbeiten.
Thermische Beständigkeit – selbst für die Luft- und Raumfahrt geeignet
Temperaturschwankungen und extreme Hitze- oder Kälteeinwirkungen können die Performance von Dichtungen stark beeinflussen. Zu den Hochleistungsmaterialien, die für extreme Temperaturen ausgelegt sind, zählen der Silikon-Kautschuk (VMQ) und der Fluorkautschuk (FKM). Die Materialeigenschaften dieser Stoffe sorgen dafür, dass die speziell entwickelten Dichtungen auch unter herausfordernden Bedingungen zuverlässig funktionieren.
Verbundwerkstoffe – Neues erschaffen
Die Entwicklung neuer Dichtungswerkstoffe erfordert eine immense Materialkenntnis, den Zugriff auf unzählige Rohstoffe und eine perfekte Forschungs- und Testumgebung. Doch die wichtigste Zutat in der Mischung jedes Verbundwerkstoffs ist bei Freudenberg Sealing Technologies die Innovationskraft. Ein Funke Genialität, eine Idee: Ingenieurskunst beginnt im Kopf und erschafft neue Welten. Modernste Fertigungsverfahren ermöglichen es Freudenberg Sealing Technologies, gemeinsam mit Partnern und Auftraggebern innovative Materialien mit passgenauen Eigenschaften zu entwickeln.
Dichtungs-Dialog – direkter Austausch als Impulsgeber
Dr. Ruth Bieringer, Vice President Material Technology bei Freudenberg Sealing Technologies, sieht die Herausforderungen der Zukunft pragmatisch. Sie sagt: „Im Bereich unserer Werkstoffe sind Technologien, Wissen und Forschung Trumpf – und wer erfolgreich sein will, muss die Zukunftsthemen im Blick haben. Hierfür bildet der persönliche Austausch mit Experten und Partnern eine ideale Plattform, um wertvolle Impulse zu generieren und so die Dichtungstechnologie der Zukunft aktiv mitzugestalten.“
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